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Regionalliga SWS

1 Schwenningen 55 25/5
2 Konstanz 54 24/6
3 Gießen 52 22/8
4 Saarlouis 52 22/8
5 Heidelberg 47 17/13
6 Stuttgart 46 17/12
7 Rastatt 46 16/14
8 Tübingen 46 16/14
9 Hanau 46 16/14
10 Mainz 44 15/15
11 Trier 44 14/16
12 Kronberg 43 14/16
13 Oberelchingen 42 12/18
14 Ludwigsburg 33 4/25
15 Ober-Ramstadt 32 3/27
16 Frankfurt 32 2/28
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Der Spitzenreiter kann nur zuschauen


Basketball Regionalliga, 23.01.'10: HolidayCheck Baskets - VfB Gießen 72:65.
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Die HolidayCheck Baskets Konstanz haben dank des 72:65-Siegs über Tabellenführer Gießen den zweiten Platz in der Basketball-Regionalliga gefestigt. Zwei Punkte fehlten Konstanz vor 800 Fans jedoch, um den direkten Vergleich mit dem Spitzenreiter für sich zu entscheiden.

Als zwei Minuten vor Schluss im Spitzenspiel der Regionalliga zwischen den HolidayCheck Baskets Konstanz und den Gießen Pointers plötzlich die Luft raus ist und gar nichts mehr geht bei den Gastgebern, da beweist der neue Cheftrainer Domagoj Buljan, dass er genau der richtige Mann ist für solch brenzlige Situationen. Nur wenige routinierte Handgriffe braucht es, schon ist der Ball aufgepumpt und es läuft wieder rund.

Auf dem Parkett bieten die beiden besten Teams der Liga da längst einen Hollywood reifen Basketballkrimi. 63:62 steht es für die Heimmannschaft, die das Hinspiel mit acht Punkten Differenz verloren hatte und zu diesem Zeitpunkt mit zwei Siegen weniger als Gießen der erste Verfolger ist. Der 26-Jährige Buljan coacht sein Team, als wäre er der sechste Feldspieler. Er rennt an der Seitenlinie auf und ab, gestikuliert wild, die Ärmel des dunkelblauen Hemdes weit hochgekrempelt, und er redet bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit einem seiner Schützlinge. Buljan beweist unter dem ohrenbetäubenden Lärm der 800 Zuschauer in der Schänzlehalle, dass er freilich mehr kann als nur platte Bälle wieder in Form bringen. Seine gut eingestellte Mannschaft lässt nur noch zwei Freiwurfpunkte zu, kommt selbst noch zu neun Zählern und gewinnt das stets spannende Topduell verdient mit 72:65.

Von Beginn an zeigten beide Mannschaften ein Spiel, das vom hohen Tempo und den starken Defensivreihen geprägt war. Die Konstanzer holten die Rebounds vorne wie hinten, standen in der Abwehr sicher und ihre Würfe landeten meist im Ziel. So kamen die Gäste erst nach knapp vier Minuten zu ihren ersten Punkten aus dem Feld, nachdem Konstanz auf 10:3 davon gezogen war. Als es dann beim Stand von 20:15 ins zweite Viertel ging, sollten die zehn Minuten des Fabian Cöllen anbrechen (siehe Artikel unten). Der 22-Jährige traf aus allen Lagen und hielt seine Mannschaft mit sagenhaften zwölf Punkten fast im Alleingang im Spiel, so dass es kaum ins Gewicht fiel, dass die Gäste diesen Abschnitt mit 22:21 für sich entschieden.

So richtig zittern mussten die Konstanzer erst im dritten Viertel. Gästetrainer Dejan Kostic schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nun drehte seine Mannschaft im Stile eines Spitzenreiters auf. Keine zwei Minuten benötigten die Gießener, bis sie dank eines 10:0-Laufs mit 47:41 führten. Plötzlich wollten die Konstanzer Würfe nicht mehr in den Ring, die Defensive der Baskets agierte zunehmend harmloser. Das Gute aus Konstanzer Sicht: Die Gastgeber fielen auf die Nase, aber sie standen ebenso schnell wieder auf. In der zweiten Hälfte dieses Viertels ließen sie nur noch zwei Punkte zu. Dank eines Zwischenspurts von JR Moore (2 Punkte), Michael Lay (4) und Samba Thiam (4) gingen sie tatsächlich mit einem Vorsprung in den Schlussabschnitt (56:55). Die Fans auf den Rängen tobten ob dieser unglaublichen zehn Minuten. „Das dritte Viertel“, sagte Trainer Buljan später deutlich weniger begeistert, „damit muss ich mich noch beschäftigen. Das ist unser Problem.“ Doch er versprach: „Das wird noch unsere Stärke werden.“

Die Konstanzer ließen sich von der erneuten und letzten Gästeführung (60:62) nicht beeindrucken und brachten den umjubelten 72:65-Sieg im Spitzenspiel unter Dach und Fach. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte ein strahlender Trainer Domagoj Buljan nach dem zweiten wichtigen Erfolg nach dem Derbysieg über Schwenningen. „Die Defense war hammer, wir haben wieder nur 65 Punkte zugelassen, und das, weil alle sehr, sehr, sehr diszipliniert gespielt haben.“ Ein kleiner Wermutstropfen war nur, dass die Konstanzer den Acht-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel nicht wettmachen konnten. „Natürlich bin ich trotzdem glücklich“, so Buljan, „wir haben schließlich Gießen, die beste Mannschaft der Liga, mit sieben Punkten Differenz geschlagen. Wer hätte das vor zwei Wochen gedacht?“

HCB Konstanz: Foth (10), Thiam (10), Lay (19), Leidig (2), Heberlein (7), Osterwalder, Cöllen (12), Menck (3), Binting (2), Wiedenbach (2), Moore (5). – Z: 800.

Diesen Artikel dürfen wir mit freundlicher Genemigung des SÜDKURIER veröffentlichen, in dem neben Basketball-News auch jede Menge weiterer spannender Sportartikel zu lesen sind.

 



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